Die Faschingsgeschichte in Kärnten

 
Die Faschingsgeschichte in Kärnten ist tief verwurzelt und zeichnet sich durch eine lange Tradition aus, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Sie verbindet alte Bräuche mit modernen Feierlichkeiten und spiegelt die kulturelle Vielfalt der Region wider.
 
Der Ursprung des Faschings in Kärnten lässt sich auf vorchristliche Zeiten zurückführen, als man mit lärmenden Umzügen und Maskierungen böse Geister vertreiben wollte, besonders zum Jahreswechsel oder zur Begrüßung des Frühlings. Mit der Christianisierung wurde dieser Brauch an die kirchliche Fastenzeit angepasst: Der Fasching, auch „Fas(t)nacht“ genannt, markierte die Zeit vor dem Aschermittwoch, in der man sich von Fleisch (lateinisch „carne vale“ – „Fleisch, lebe wohl“) und anderen Genüssen verabschiedete. Im Mittelalter entwickelte sich daraus ein Volksfest mit Tänzen, Gelagen und Spottspielen, das die strenge Fastenzeit einleitete.
 
In Kärnten gewann der Fasching im Lauf der Jahrhunderte an Bedeutung, besonders durch die Gründung von Faschingsgilden. Die älteste noch bestehende Gilde ist die Faschingsgilde Oberdrauburg, gegründet 1954, die damit ein Jahr älter ist als die bekannte Villacher Faschingsgilde (1955). Diese Gilden haben das Brauchtum professionalisiert und mit Faschingssitzungen, Umzügen und Prinzenpaaren eine feste Struktur gegeben. Villach gilt heute als die unangefochtene Faschingshochburg Kärntens, mit dem berühmten Narrenruf „Lei Lei“ und dem großen Faschingsumzug am Faschingssamstag, der Tausende anzieht. Die erste Erwähnung eines Faschings in Villach stammt aus dem Jahr 1867, als ein „Corso“ stattfand, doch die moderne Form nahm erst mit der Villacher Faschingsgilde ab 1955 Gestalt an.
 
Neben Villach pflegen auch andere Orte wie Klagenfurt, Oberdrauburg oder Bad St. Leonhard eigene Traditionen mit regionalen Narrenrufen wie „Bla Bla“ oder „Lei Blau“. Seit Jahren erlebte der Kärntner Fasching einen Aufschwung, unterstützt durch den Landespräsidenten vom Bund Österreichischer Faschingsgilden (BÖF), der die Zusammenarbeit der Gilden fördert. Heute ist der Fasching ein Mix aus historischem Brauchtum – etwa dem Maskentreiben – und zeitgenössischen Elementen wie satirischen Sitzungen, die oft im Fernsehen übertragen werden.
 
Ein Höhepunkt im Jahreslauf ist das „Faschingswecken“ am 11. November, das in Kärnten seit einigen Jahren als Startschuss für die närrische Saison gefeiert wird. Dazu kommen Veranstaltungen wie das Hochamt in Oberdrauburg oder der ökomenische Gotesdienst in Bad St. Leonhard, das die Verbindung von Brauchtum und Kirche unterstreicht. So bleibt der Fasching in Kärnten ein lebendiges Kulturgut, das Gemeinschaft stiftet und jedes Jahr aufs Neue begeistert.

Wann beginnt der Fasching und wann endet er?

Eine oft gestellte Frage, leider oft falsch beantwortetet:

Offizieller Beginn der Faschingszeit ist nach dem Dreikönigstag. Den Abschluß feiert man am Faschingsdienstag, dann ist engültig Schluß!
 
Seit 1954 findet in vielen Kärntner Orten und Städten am 11. November ab 11:11 Uhr  das Faschings/Narrenwecken statt,
das ist aber nicht der Beginn der Faschingszeit, sondern ausschließlich der Beginn der Vorbereitungen für die kommende Saison!
Das große Kärntner Faschingswecken für alle Gilden findet immer am/um den 11.11. um 11:11 Uhr im Beisein vom amtierenden Landeshaupmann statt. Wer sonst hätte die Befugniss, die Faschings-Landeshauptstadt auszurufen? Aber im ganzen Bundesland finden bei den Kärntner Gilden auch Faschingswecken im Gilden-Ort statt und das geht von 11:11 Uhr bis 23:23 Uhr!
 
Das Kärntner-Faschings-Landesprinzenpaar 2025, am 11.11. um 11:11 Uhr haben die Kärntner Faschingsgilden den Narren geweckt. Heuer im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung. Dort wurde dem Landesprinzenpaar der Saison 2025 das Faschings-Landeszepter und der Faschings-Landesschlüssel feierlich überreicht. Prinzessin Tina Schüssler & Prinz Daniel Stückler übernahmen die Regentschaft über den Kärntner Fasching 2025.und Bad St. Leonhard wurde Faschings.Landeshauptstadt von Kärnten, LEI-KÄRNTEN!

"Der Fasching ist gelebtes Brauchtum, das wir in Kärnten hochhalten, ich freue mich, dass wir gemeinsam mit den Gilden und den vielen Faschingsbegeisterten die fünfte Jahreszeit feiern können" so LH Dr. Peter Kaiser. Er wünscht dem neuen Kärntner-Faschings-Landesprinzenpaar viel Freude und Erfolg in ihrer Amtszeit, vom Dreikönigstag bis Aschermittwoch in der Saison 2025.

Die Faschingszeit beginnt nach dem Dreikönigstag, am 7. Januar. 
 
Seit 1954 findet aber in vielen Kärntner Orten und Städten am 11. November ab 11:11 Uhr das Faschingswecken/Narrenwecken statt.
 
In den Faschings-Hochburgen ist das auch der Termin zur Vorstellung der neuen Faschings-Regenten mit der Prinzenproklamation. Hier werden die Prinzenpaare der Gilden und in der Landesregierung das Landesprinzenpaar für die kommende Saison vorgestellt und die Faschings-Landeshauptstadt für das folgende Jahr proklamiert.
Der Hintergrund ist, dass es auch vor Weihnachten, bereits kurz nach der Fixierung des Festes im Jahr 354, eine vorbereitende vierzigtägige Fastenzeit gab, ähnlich der österlichen Fastenzeit. Sie begann am 11. November, dem Martinstag. Es galt, die vorhandenen Lebensmittel zu verzehren, die nicht „fastenzeittauglich“ waren, wie Fleisch, Fett, Schmalz, Eier und Milchprodukte. Der Martinstag war auch der Endtermin des bäuerlichen Jahres.
Die Zeit vom 12. November bis 6. Januar bleibt auch in den Faschings-Zentren weitgehend „faschingsfrei“, was sich aus der erwähnten vorweihnachtlichen Fastenzeit, der Rolle des Novembers als Trauermonat und dem besinnlichen Charakter des Advents erklärt. Kleine Ausnahmen bilden in Kärnten zwei Bälle, die erst nach Bekanntgabe der Prinzenpaare stattfinden können, da sonst der Überraschungseffekt nicht gegeben wäre:  Der Prinzenball in Villach und der Prinz(ESSINEN)en Ball in Spittal an der Drau.
 
Wer also von einer „Faschingseröffnung“ oder von einer „Saisoneröffnung“ am 11. November spricht oder schreibt, macht dies irreführend. Der 11.11. ist weder der Faschingsbeginn, noch der Start der "fünften Jahreszeit", denn es entspricht einfach nicht den Regeln.
Ab 7. Jänner gibt es sehr viele Veranstaltungen, wie die Faschingssitzungen der Kärntner Gilden oder die Faschingsbälle in Kärnten auch gerne als Gschnas bezeichnet, wobei zum Ende hin die Maskenbälle und die Umzüge in den Mittelpunkt rücken. 

Den Höhepunkt erreicht der Fasching in Kärnten in der eigentlichen Faschingswoche vom Faschingssamstag über den Faschingssonntag und den Rosenmontag bis zum Faschingsdienstag. Da geht der Fasching seinem Ende zu, da gibt es die örtlichen Faschingsumzüge, die in vielen Gemeinden und Städten als kleine Volksfeste gefeiert werden. Die größten Umzüge finden in den Städten Villach, Spittal/Drau, Ferlach und Sankt Veit statt. Gemessen an der Teilnehmerzahl zählt der Umzug am Faschingssamstag in Villach zu den größten in Österreich.

Jährliche Umzüge in vielen Orten werden teilweise auch mit Kindermaskenbällen verbunden und sind ein Highlight für die Kleinen. Die meisten Umzüge beginnen schon am frühen Nachmittag, manche sind schon ab 11.00 Uhr am Vormittag im Gang, weil man die knallbunten Kostüme natürlich sehen und zeigen will. Das ist im Finsteren am Abend nicht möglich, deshalb gibt es den frühen Termin. Kinderumzüge werden häufig bereits am Vormittag durchgeführt und werden vom Kindergarten oder von der Schule organisiert. Die allgemeinen Umzüge gibt es meist am frühen Nachmittag, wobei durch die Dorfstraßen oder durch die Innenbereiche der Städte gezogen wird. Der Hauptplatz ist dann meistens das Ziel, um dort beim kunterbunten Treiben noch einmal ausgelassen zu sein, ehe die Faschingszeit wieder vorbei ist.

In Kärnten gilt der Faschingsdienstag auch als versteckter Feiertag:
Zwar ist es kein gesetzlicher Feiertag, doch wenn Umzüge stattfinden, haben nachmittags viele Banken und Geschäfte geschlossen. Am Faschingsdienstag sind die Geschäfte zwar normal geöffnet, aber einige Firmen halten schon ab Mittag geschlossen bzw. geben ihren Mitarbeitern frei. Es gibt dazu aber keine kollektivvertraglichen oder gesetzlichen Regelungen, so die Auskunft der Gewerkschaft, die Firmen entscheiden selbst. Wenn der Arbeitgeber das Geschäft schließt, ist das streng gesehen Arbeitszeit, aber das wird meistens geregelt, geht hier es doch um Brauchtum. Die Öffnungszeiten werden meist den örtlichen Gegebenheiten angepasst. In der Nacht zum Aschermittwoch endet der Fasching um Punkt Mitternacht, es gibt an vielen Orten die Tradition, dass die Gilden Faschingsdienstag am Nachmittag oder am Abend eine mit Stroh gefüllte Figur, als Verantwortlichen für alle Laster der vergangenen Saison verbrennen. 
 
Zwei Beispiele sind das Faschingsverbrennen, ein alter Brauch der in Möllbrücke und in Klagenfurt-Waidmannsdorf sehr beliebt ist und viele Schaulustige anzieht. Der Lindi in Waidmannsdorf und der Lurnivogel in Möllbrücke werden bei dieser Gelegenheit als "Opfer" dargebracht.
Viele dieser Faschingsbräuche entstanden zum Großteil im Mittelalter, die meisten von ihnen sind leider bereits in Vergessenheit geraten.

Besondere Überbleibsel sind alle 5 Jahre das Bärentreiben im Gebiet von Steuerberg und das Schneebauen alle 4 Jahre in Sörg.

Eine weitere Attraktion die nur alle 10 Jahre stattfindet gibt es in Würmlach bei Hermagor.
Hier gibt es das „Treiben der Bosniaken“ als traditionellen Umzug. Dabei ist das ganze Dorf auf den Füßen und die Vorbereitung auf den Fasching scheint beinahe noch mehr Spaß zu machen als der Umzug selbst. Kein Wunder, bei so viel Frohsinn und Gemeinschaftsgeist der Würmlacher. Zum Ereignis, dass nur alle zehn Jahre unter dem Titel: „Die Bosnische Zentralrepublik ist bereits im Ausnahmezustand!" stattfindet lädt die Bosniakengilde Würmlach erst wieder 2029 öffentlich ein. Sie sind in der Vorbereitungszeit schon fleißig bei den närrischen Nachbarn unterwegs und tauchten lustig bei diversen Faschingssitzung auf. Kurz vor dem traditionellen Umzug schwärmen die Würmacher Faschingslader aus, um auf ihre Veranstaltung aufmerksam zu machen. Spaß ist in Würmlach also alle zumindest 10 Jahre garantiert. 
 
SAUSCHÄDELGERICHT im LAVANTTALER FASCHING
 
Sauschädelgericht zu Fasching im Lavanttal, die Tradition des Sauschädelgericht zu Fasching.Im Fasching braucht der Teufel neun Häut’,.. sei’s vom Vieh oder von die Leut! Der alte Faschingsbrauch des Sauschädelgerichts und Sauschädelballs, der auch und besonders im Lavanttal seine Hochblüte etwa in den 1960-ern erlebte, wird auch heute noch vereinzelt gepflegt, in St. Margarethen immer im Schaltjahr. Die Brauchhandlung an sich erklärt der Sauschädel-Richter so: „Jeder hat früher Säue gehabt, und die Schlachtungsmethoden waren noch anders, das hat man akustisch vernommen, wenn die Säue geschrieen haben.“ Und die Maschinerie wurde in Gang gesetzt: Der Nachbar sollte den zu Bestehlenden ablenken, dann wurde in einem unbeobachteten Moment der Sauschädel gestohlen. „Wir sind dann mit Wägen, zum Teil mit einer Kuh vorgespannt oder mit dem Traktor durch ganz St. Johann gefahren, um die ganze Ortschaft zu laden. Wir sind oft um 17 Uhr losgefahren und erst um drei Uhr früh wieder heimgekommen. Wenn einer beim Laden auch nur die Jause falsch serviert hat, wurde er bei der Gerichtsverhandlung bereits verurteilt. Da haben alle mitgemacht, und es kamen so viele Leute zusammen, einmal waren es an die 300, die beim Sauschädelgericht dabei waren. Das war die Sensation“, erinnert sich Helmut Timmerer schmunzelnd an teils „wilde Zeiten“. Bei der Gerichtsverhandlung wird der Tathergang rekonstruiert, der Beschuldigte und der Angeklagte mit Tagessätzen bestraft. „Die Hauptschelme und die Mitwisser kamen am meisten dran, es ist jeder bestraft worden.“ Anstatt des typischen Hammers dient oft auch ein sechs Kilo schwerer, großer Knochen, um den Gerichtssaal lautstark zur Ruhe aufzufordern, wodurch auch manches Möbelstück zu leiden hatte. Teils ist eine Sau im „Sitzungssaal“ herumgerannt, oft ein verlorenes, nun zur Waise gewordenes Ferkel; und manchmal starb die Sau aufgrund des rostigen Messers als Tatwaffe nicht an Blutverlust, sondern an Blutvergiftung, „das war damals einfach die einzige Gaudi, die man gehabt hat“. Richter und Gerichtsdiener führen die Schelmen und Haupttäter vor, zum Schluss gibt’s den Schmaus mit Fleisch vom Schädel, Würsten, die zum Teil beim Laden der Gäste zusammengekommen sind, mit Kraut und allem, was dazugehört. Beim Schmaus kann auch die eine oder andere Wurst mit Sägespänen, Zahnstochern oder ähnlichem gefüllt sein. Die Sauschädelmusi, die oft auch lediglich aus einem Harmonikaspieler besteht, spielt dann auf zum Sauschädelball, einem urigen Tanz. Der Ablauf der Gerichtsverhandlung rund um den gestohlenen Sauschädel wird laut Timmerer zuvor nicht abgesprochen: „Man macht Notizen, hat einige Stichwörter, mittels denen die Betroffenen dann beanstandet werden.“ Diese Notizen hat Timmerer traditionellerweise in das große „Sauschädelgerichtsbuch“, einem einst ausgedienten, überdimensional großen und schweren, dicken Buch mit Register von der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg, das zu diesen – ulkigeren – Zwecken entsprechend umgestaltet wurde. Und: „Man darf selbst nicht lachen, da ist man voll drin.“ „Das Wesentliche war, dass es immer lustig wird. „Es ist natürlich gut, wenn man die Leute kennt, dann kann man alle einbauen, und die Schweinebürger werden von der Staatsanwaltschaft angezeigt. Dazu wird auch der „Werdegang“ des Sauschädels untersucht, der oftmals auch zwei- oder dreimal gestohlen wird. Oder die Wirtin hat zu wenig eingeheizt, sodass der Sauschädel nicht durch ist oder gar noch atmet. „Es kommt halt jeder dran, das hielt die Dorfgemeinschaft damals zusammen. 
 
LAVANTTALER SCHIMMELREITEN.
 
Immer im Schaltjahr erwachen im Lavanttal die restliche Zeit sanft schlummernde Figuren wie Habergeiß, Schön- und Schiachpercht, Ruinengeist Hardneidstein oder Holzklauberweibl aus dem Schlaf. Die österreichweit einzigartige Darstellung des Winteraustreibens lockt alle vier Jahre einige tausend Besucher in die Dörfer. Erste urkundliche Erwähnung. Das vermutlich schon um die Jahrhundertwende in einigen örtlichen Gasthäusern durchgeführte Schimmelreiten gilt als Rest eines ursprünglich im Alpenraum verbreiteten Vorfrühlingsbrauches zum Austreiben des Winters. „Aus der Chronik der FF Eitweg geht hervor, dass im Jahr 1936 der erste nachweisbare Schimmelkopf erzeugt wurde.Prächtige FaschingswägenNach dem Zweiten Weltkrieg hauchte man dem Schimmel neues Leben ein. Der Schimmel wird von zwei Feuerwehrmännern, die unter einem Leintuch stecken, dargestellt. Ein Rosser, auch Rossführer genannt, versucht den sich widerspenstig gebärdenden Schimmel zu bändigen. Zum engeren Gefolge des Schimmels gehört eine Vielzahl von Gestalten, die für ein farbenprächtiges ländliches Kolorit sorgen und ihren eigentlichen Auftritt beim Schimmelschlagen in St. Ulrich haben: der Bauer, die Bäuerin, der Jungbauer, zwei heimische und ein orientalischer Händler, der Tierarzt und der Fleischhauer. Der Schmied mit dem Lehrling versucht auf der Straße, den Schimmel zu beschlagen, was Anlass zu köstlichen Situationen bietet. Wenn ein kleiner Bub mit einem Feuerwehrhelm auf den Schimmel gesetzt wird, beginnt das Finale des Schimmelschlagens mit einem altüberlieferten Spruch: "I bin grittn durch Feuer und Moos, wias jetzt ausschaut, werd i mein Schimmel bald los. I muaß enk aber sagn, i mecht noch a Gulasch habn." Politik auf der Bühne im Visier"Das Feilschen um den Kaufpreis, die Untersuchung durch den Tierarzt und das Schlagen durch den Fleischhauer bieten nur einen Vorwand, um in satirischer Weise örtliche Gemeindepolitik und hohe Bundespolitik zu kritisieren. Aber wen stellt nun der Schimmel wirklich dar? "Das Schimmelreiten in seiner heutigen Form ist zweifellos ein Winteraustreiben. Der Schimmel steht für den Winter, der seine letzten Kräfte spielen lässt. Alle Ausreißversuche und alle Gegenwehr sind umsonst, der Schimmel wird geschlagen, das heißt getötet", lässt er uns wissen. Im Gegenzug kündigen Figuren wie die Blumenverkäuferin mit einem Korb voll Blumen bereits den Frühling an.